contact


UTMB * Ultra Trail Mont Blanc
Erstausgabe 30.-31.08 2003
Eine beinahe perfekte Premiere
Rund um ZentralEuropas höchsten Gipfel
Ein Ultramarathon mit mehr als 150 KM nonstop
und 15.000 HM gesamt in Auf/Abstieg



UTMB 2003 - A wet wet wet experience
(c) by shakal ryan, 07sep 2003


For an English account of this race's 1st edition see
adventure.mountainzone

Harte Typen - weichgewaschen ...
North Face Rucksack als Finisher-shirt fuer Nassforscher


67 KM, von Chamonix in Frankreich nach Courmayeur in Italien - 3750 HM nach oben, total 7470 Hoehenmeter -
schon das dauert laenger als der beruechtigte K78 in Davos


112 KM, von Chamonix in Frankreich ueber Courmayeur in Italien nach Champex-en-bas in der Schweiz - 5620 HM nach oben, total 11010 Hoehenmeter -
schon die nackten Zahlen sorgen fuer Stimmung, zaubern Sorgenfalten Diesen ... und Jenen, welche gerne in grandioser Landschaft unterwegs sein moechten, ein Laecheln ins Gesicht


150 KM, von Chamonix in Frankreich ueber Courmayeur in Italien und Champex-en-bas in der Schweiz nach Chamonix zurueck - 7491 HM nach oben, total 14982 Hoehenmeter -
die Ultramarathonwelt hat eine neue Utopie, welche 67 Unent-weg-te von 663 Startern 2003 in die Wirklichkeit umgesetzt haben




Wir schreiben nun das Jahr 2008. Vier mal war ich dabei und erfolgreich, 2006 in 34 Stunden einmal drum rum. Der Lauf ist tatsächlich zum schon jetzt sagenumwobenen Klassiker geworden ! Inzwischen hat er mit 168km und fast 18000hm (gesamt auf und ab) noch etwas zugelegt und es gibt mit dem CCC Lauf einen kleinen Bruder, der erst in Courmayeur startet und über die Schweiz nach Chamonix auf gleicher Strecke verläuft. Am selben Wochenende.
Für beide Veranstaltungen Ende August waren die Plätze für 2008 binnen weniger MINUTEN (!!!) nach Meldeeröffnung ausverkauft. Insgesamt deutlich mehr als 3000 Läufer werden sich diesem grandiosen Naturabenteuer stellen. Über 10000 wollten es. Es ist tatsächlich fast schwieriger geworden dort zu starten als anzukommen. Der UTMB ist damit die derzeit wohl erfolgreichste Ultramarathonveranstaltung weltweit. Und für mich, nach dem Spartathlon in Griechenland und knapp vor dem Desert Cup und dem Isarrun, auch immer noch die zweitschönste Ultrarennerinnerung. Von privaten Aktionsläufen durch Alpen oder Himalaya einmal abgesehen.



Der Lauf in Stichpunkten, unten ausfuehrlicher:

1. ORGANISATION
Gelungen !

2. INFORMATION, vor - waehrend - nach Lauf
Gut, aber sicher noch steigerungsfaehig !

3. EINSATZ DER HELFER
Vorbildlich, ehrlich tiefen Dank ! Euer Engagement war toll !

4. VERPFLEGUNG
Koennte kaum besser sein, auf die Mitnahme eigener Kalorien kann genausogut verzichtet werden, Trinksystem dennoch unbedingt empfohlen

5. UNTERKUNFT
Am Stuetzpunkt Chamonix Sport-/Schulanlagen (Schlafsack und Matte mitbringen), auch Jugendherberge, Camping, diverse Appartments, Pensionen, Hotels

6. STRECKENFUEHRUNG
Einzigartig, bisweilen fuer einen UltraLAUF grenzwertig, da nicht ganz ungefaehrlich

7. STRECKENMARKIERUNG
Grundsaetzlich prima, Schwachstellen gab es nachts und bei Regen, vor allem auf dem Schweizer Streckenteil

8. PREISLEISTUNGSVERHAELTNIS
Saustark !

9. ERLEBNISWERT
In mehrfachem Sinne ueberragend !

10. FAZIT
Bitte bitte nochmal, aber dann als Trockenvariante, denn DEINE Leistung, Petrus, war boden-los unverschaemt



Eine Eisenkette links in Griffhoehe kann ich erkennen, der seifig-matschige Untergrund verschwimmt im fahlen Lichte der Stirnlampe.
Vermutlich Absturzgelaende.
Doch Schwindel stellt sich gar nicht erst ein, denn mitten im Wolkentrueb reicht die naechtliche Sicht gerade noch 3 Meter weit.

Nach mehr als 90 gelaufenen Kilometern stelle ich mir wieder einmal die Frage, was ich hier eigentlich mache.
14 von 18 Stunden hat es abwechselnd geregnet, gegraupelt, geschuettet, gerne auch verbunden mit Starkwind, mal von hinten, mal von vorn. Es scheint, als wolle Petrus die einen ganzen Sommer lang vermisste Feuchtigkeit auf einen Schlag nachreichen.
Nur auf italienischer Seite war mal kurz die Sonne durchgebrochen, um Blicke auf die Brenvaflanke des hoechsten Alpengipfels sowie Teile der Grandes Jorasses freizugeben.
O Seele mio, da haette man den Lauf gleich ins heimische Treppenhaus verlegen koennen: 1000 mal rauf und wieder runter, Dusche eingebaut.

"Die laengste und schwierigste Laufstrecke Europas" - gut, die laengste sicher nicht, beim ebenso nonstop zu bewaeltigenden Spartathlon in Griechenland ist der Sieger z.B. regelmaessig laenger unterwegs.
Aber die schwierigste ?
Mit dem vollmundig gewaehlten Untertitel hatten sich die vom Hauptsponsor "The North Face" unterstuetzten Veranstalter weit aus dem Fenster gelehnt ... und dank Petrus beaengstigend richtig eingeschaetzt.
Beim langen Abstieg vom ueber 2500m hohen Grand Col Ferret heisst es von den Zeitnehmern auf der Passhoehe: "20 km nur nach unten, technisch gaaanz einfach".
Doch nach 5 km ist man nicht mehr sicher, ob man noch an einem Ultratrail teilnimmt oder schon schon fuer die naechsten Meisterschaften im Canyoning trainiert. Ohne Seil.

Die Zahl derer, die nach gut 112 km am zweiten Etappen- und moeglichen Ausstiegsziel in der Schweizer Basis Champex-en-bas mit ueberdehnten Baendern, verstauchten Knoecheln oder zumindest voellig aufgeweichten Schuhen und Fuessen eintreffen, ist gross;
die Zahl derer, die nach Courmayeur ein weiteres Mal in trockene Kleider oder gar Schuhe wechseln koennen und wollen vergleichsweise klein.
Die Rennleitung laesst durchklingen, dass es einen 'Finisher-Rucksack' schon in Champex gibt, und warnt selbst vor dem Steilaufstieg nach Bovine, denn oben soll der Regen jetzt, nach Mitternacht, auf 2000hm schon in Schnee uebergehen.
Bei heissem Kaffee, Spaghetti Bolognese und einem Stueck Sandkuchen in der Kantine der weitlaeufigen Katakomben der oertlichen Militaerbunker schwanke ich zwischen
a) nassforsch gleich weitermachen, und mit wahlweise Grippe oder Lungenentzuendung die Septemberlaeufe incl. Berlin-Marathon im Bett abhaken
b) nach einer laengeren Pause im Morgengrauen bei besserer Sicht und evtl weniger Niederschlaegen weitermachen, mit entsprechend schlechterer Eintragszeit in die Ergebnislisten in Chamonix
c) mit gutem Ergebnis den Wettlauf hier in Champex beenden und auf hoffentlich besseres Wetter 2004 hoffen

Mein Koerper entscheidet sich zunaechst fuer
d) im Ess-Saal auf den Tisch gelehnt einschlafen


Am fruehen Morgen gegen 04h30 regnet es noch staerker, als ich aufwache scheidet somit b) aus. Ich fuehle mich aber gut, nach weiteren 2 Stunden Schlaf, diesmal im Schlafsaal, sogar erholt(!), und es gibt keinen Grund, mich nicht in die Schar derer einzureihen, die auf einen der Busse nach Chamonix warten. Denn statt 8 bis 11 Stunden spaeter am nachmittag per pedes treffe ich so 'schon' nach knapp 2 Stunden am Ausgangspunkt des Rennens ein, der Busfahrer hatte es auf dieser Strecke nicht viel leichter:-)

... to be continued ...



- der Lauf mit historischem Stand 2003 (!) seinerzeit zusammengefasst : -


1. ORGANISATION
Ein Rennen durch 3 Laender auf die Beine zu stellen, noch dazu in Gebirge bis Hochgebirge, ist sicher nicht einfach, umso erstaunlicher, was bei denkbar schlechtesten Wetterbedingungen dabei herauskommen ist. Gelungen !
Trotz schwacher Bewerbung (vor allem im deutschsprachigen Raum, hier ausser zufaelligen Internet-entdeckungen praktisch null) wurden ca. 750 Meldungen erreicht, von denen dann 663 tatsaechlich die 3 moeglichen Strecken in Angriff genommen haben.
Aus Deutschland waren 25 Teilnehmer, 6 Frauen und 19 Maenner, gemeldet.

Je Land gibt es einen Renndirektor, die von einem respektablen Stab von (Lauf-)Enthusiasten assistiert werden.
Uebergeordnete Koordinatoren sorgen dafuer, dass alles von Land zu Land zusammenpasst.
Alle Faeden laufen zusammen im Sportclub Chamonix, ueber den auch die Anmeldung erfolgt.
Die beteiligten (zu durchlaufenden) Kommunen konnten in der Detailarbeit ausreichend Helfer akquirieren, die alle mit herzlichem Eifer dabei waren.
Organisation auf den Hauptstuetzpunkten Chamonix, Courmayeur, Champex-en-bas (Essen -auch warm- und Getraenke, Duschen, Medizinalversorgung incl. kostenfreie Massagen, Sanitaeranlagen mit Duschen, und dann die Bereitstellung des Laeufersackes, der quasi von Stuetzpunkt zu Stuetzpunkt 'mitlaeuft':
-tolle Sache, Sack mit z.B. Ersatzklamotten in Chamonix am Start abgeben, in Courmayeur wiederhaben, dann wieder neu abgeben, dasselbe dann in Champex, und immer ist der Sack ueber Umwege mit Fahrzeugen schneller am naechsten Ziel als man selbst:-)) ... alles picobello
[font color=orange]seit 2004 koennen 2 unterschiedliche Saecke fuer Courmayeur und Champex abgegeben werden[/font]


2. INFORMATION, vor - waehrend - nach Lauf
Gut, aber sicher noch steigerungsfaehig !
* Perfekt nur im Internet, das allermeiste wurde sogar 4 sprachig (F, E, I, D) bis 2 Monate vor dem Lauf uebersetzt.
* Beim Briefing in der Sporthalle nach Startnummernabholung am Freitag und direkt vor der Pasta Party darf die angebotene englische Uebersetzung gerne ueppiger ausfallen beim naechsten Mal.
* Die Zustellung vom Programmheft mit genauem Streckenverlauf incl Hoehendiagramm ('roadbook') und letzten wichtigen Infos/Updates ist in der Sache prima und mindestens auf Biel-Niveau, die Zusendung an die Meldeanschrift erfolgte mit ca 2 Wochen vor Rennbeginn aber zu spaet, denn es gibt sicher einige, die dann schon in den Alpen unterwegs sind (schon aus akklimatisatorischen Ueberlegungen zu empfehlen).
* Einige Streckenposten werfen unterwegs im Uebereifer ungefragt mit unqualifizierten Streckenverlaufs-und Entfernungsangaben um sich. Das mag gut gemeint sein, hilft aber dem Laeufer nicht weiter, wenn er z.B. hoert, noch 10 km und es sind 17, oder bis xy "nur noch bergab", und dann gehts doch wieder steil bergauf (vor allem im Schweizer Teil des Rennens aufgefallen, nicht nur mir persoenlich).
* Ergebnisdienst etwas schleppend, inzwischen ist das Endergebnis aber da und das "Tableau des passages" ist natuerlich etwas einzigartig Geniales, um das eigene Rennen nachverfolgen zu koennen. Aber da muss man erstmal den Bogen raushaben, wie man am besten damit umgeht auf der Original-website (Sortieren der Laeuferreihenfolge bei einzelnen Zwischenetappen, Gesamttableaudarstellung, etc)


3. EINSATZ DER HELFER
Vorbildlich, ehrlich tiefen Dank ! Euer Engagement war toll ! Viele 'Gute Seelen' mit im Einzelfall guten Ideen, wie z.B. die mit heissem Wasser als Waermflaschen-Ersatz gefuellten Plastikflaschen in Champex.
In Jedem Fall Merci bien, mille Grazie, Tausend Dank !


4. VERPFLEGUNG
Koennte kaum besser sein, auf die Mitnahme eigener Kalorien kann genausogut verzichtet werden, Trinksystem dennoch unbedingt empfohlen.
* Auf den Hauptstuetzpunkten (zT auch bei groesseren Zwischenhalten) u.a.:
Wasser, Cola, Squeezie/Iso, Tee, Apfelkompott(wird mit Wasser zu Apfelsaft), Pudding, Schokolade, Riegel, Broetchen, Rosinenbroetchen, Sandkuchen, Aepfel, Bananen, Orangen (leider nicht immer mundgerecht, sondern nur als Ganzes), mineralreiches Trockenobst (Aprikosen, Pflaumen, Rosinen), heisse Bouillon, Rohkost, ab Italien auch Wurst, Kaese, Nudeln mit Sauce, Kaffee ... etc ... - kurz: TOP !
* Immer waren mindestens Wasser und Cola, (Trocken)Obst, Energieriegel und Broetchen vorhanden
* Zwischen den Verpflegungsorten jedoch bis zu 12km zu laufen, in diesem Gelaende sind das schnell 3-4 Stunden ! Daher am besten zusaetzlich eigenes Trinksystem mitnehmen, um nicht zwischendrin zu dehydrieren
* Pasta-Party am Freitag ist fast ein Mehr-Gaenge-Menu mit Tischwein ! (na, ein Glaeschen Vin Rouge vor dem Start darfs ja wohl noch sein:-))
* unterhaltsame Abschluss-Party im Hotel Alpina oder Kongresszentrum in Chamonix ist in der Meldegebuehr enthalten und besteht aus kaltem reichhaltigem Buffet auf 3 Sterne Niveau, dazu Bier, Wasser, Wein


5. UNTERKUNFT
Am Stuetzpunkt Chamonix Sport-/Schulanlagen (Schlafsack und Matte mitbringen), auch Jugendherberge, Camping, diverse Appartments, Pensionen, Hotels
* gratis in den Sportanlagen in Chamonix, waehrend des Rennens bei weiterlaufender Zeit auch Schlafmoeglichkeiten an den Hauptstuetzpunkten/Etappenzielen
* guenstig: Camping und Jugendherberge in Chamonix, die JH ist bei ca. 11€ im Mehrbettzimmer leider etwas ausserhalb, ohne Auto problematisch
* Appartments, Pensionen, Hotels: der Fremdenverkehrsbedeutung des Ortes entsprechend relativ teuer, obwohl meist schon Zwischensaison (franz. Schulferien vorbei). Doppelzimmer ohne Fruehstueck (Fruehstueck zubuchbar) mit Bad/DU/WC auf dem Gang nicht unter 30€, eher 40€ aufwaerts, mit Auto lohnt es sich evtl., auf z.B. Les Houches, Les Tines oder gar Argentiere auszuweichen - Geheimtip: die Huette am Lac D'Emosson auf 1970 HM
* Nebenkosten generell in Chamonix sehr hoch, wer z.B. eine Pizza unter 6.50€ findet .. ? ..
Selbstversorgung empfohlen
* Zusatzinfo: Es gibt ein "Centre Nautique", Schwimmbad mit Saunen, in Chamonix, naehe Laeuferstuetzpunkt, Eintritt in 2003 vergleichsweise guenstige 10,40€/Tageskarte. Das Bad bedurfte in 2003 einer Renovierung, diese soll aber inzwischen erfolgt sein?


6. STRECKENFUEHRUNG
Einzigartig, bisweilen fuer einen UltraLAUF grenzwertig, da nicht ganz ungefaehrlich.
Die sog. TMB (Tour Mt.Blanc) ist eigtl. eine der klassischen mehrtaegigen Huettenwanderungen der Alpen, meist ueber 7-10 Tage, gemuetlich auch 14 Tage, durchgefuehrt.
Diese Tour hat ein paar Variationsmoeglichkeiten insbesondere um die Taeler von Chamonix und Courmayeur.

In der Ultratrail-Renn-Variante waren es in 2003 offiziell 67.0 km bis Courmayeur, 110.0 km bis Champex-lac und 150,3 km total retour nach Chamonix. Inzwischen wurde das auf 70.0 bzw 113.0 bzw 153.0 km korrigiert, es duerfte tatsaechlich also etwas mehr gewesen sein, was sich auch mit meinen Aufzeichnungen mit dem Ciclo RDS System deckt.
Bei der Totalvariante sind offiziell gemessene 14982 Hoehenmeter (Auf-und Abstieg zusammengenommen) absoluter Alpenrennen-Rekord, und ebene Passagen sind wirklich nicht viele enthalten.
Im Rennkurs 2005 waren es nun schon ueber 8500hm und 158,1 km Strecke !

Das Mont-Blanc-Massiv wird in seiner Gesamtheit umrundet mit Ueberlaufen einer Reihe von Paessen (mal hoeher, mal niedriger), Hohenmeterbereich ca 990 HM bis 2660 HM, dabei teilweise steile Anstiege/Abstiege.
Wege ueberwiegend in gutem Zustand, durch das heftige Regenwetter dennoch Teile stark in Mitleidenschaft gezogen.
z.T. Asphalt, viel Grob- aber auch Feinschotter, selten Blockwerk, viele Wald- und Wiesenwege, schmalere Bergpfade (Saumpfade!), leider auch mal mit tueckischen groesseren Steinen, wie es in den Alpen durchaus ueblich ist.
Ganz selten Schwindelfreiheit noetig, aber Berg(wander)erfahrung und vor allem Trittsicherheit unbedingt erforderlich !
Durch den aufgeweichten Boden viele Stellen rutsch- und sturz-gefaehrdet, insgesamt Tenor erfahrenerer Ultralaeufer im Ess-Saal in Champex:
fuer einen Traillauf unter DIESEN Wetterbedingungen hart an der Machbarkeitsgrenze.
Bei anderem, schoenerem Wetter sollen uebrigens noch viel mehr tolle Berge zu sehen sein:-)

7. STRECKENMARKIERUNG
Grundsaetzlich prima, Schwachstellen gab es nachts und bei Regen, vor allem auf dem Schweizer Streckenteil. Tagsueber rot-weisse Banderolen mit fluorgelbem Leuchtsticker in ausreichenden Abstaenden, an Abzweigungen ein paar mehr.
Zusaetzlich vor allem auf Asphalt "UT"-Pfeile (fuer UltraTrail), mit roter Farbe aufgemalt.
Nachts zusaetzlich fluoreszierende Leuchtstaebe, auch die Sticker der Banderolen reflektieren im Lampenschein.
Ab Grand Col Ferret (Grenze I->CH) leider sukzessive weniger Markierungen, durch das Regenwetter die roten Pfeile kaum noch sichtbar und insbesondere nach La Fouly bis Champex bisweilen schlampig bis gar nicht mehr (fast 1km lang!) markiert.
Tip: wer die gelbe Rhombe als TMB Wandermarkierung kennt, kann sich (bedingt) auch danach richten, insbesondere auf Schweizer Seite dachte man wohl, dass die Rhomben (auf Steinen und Baeumen zu finden, haeufig aber schon etwas verwittert) genuegen sollten:-(
In 2005 war auch die Markierung in der Schweiz auf Top Niveau, verlaufen ist inzwischen eigentlich unmoeglich


8. PREISLEISTUNGSVERHAELTNIS
Saustark !
Ich kenne noch keinen Lauf, bei dem ich mehr fuer mein Geld bekommen haette. Anmeldegebuehr zwischen 50 und 70€, je nach Anmeldezeitpunkt (in 2005 nun 80-90€ gewesen).
Anmeldung fuer 2006 sicher zeitig erforderlich, in 2005 war der Lauf schon im Mai mit 2000 Meldern ausgebucht !!!

Pasta-Party war 2003 vor dem Rennen 10€ extra, inzwischen ebenso enthalten, wie Tagesverpflegung im Rennzentrum am Sonntag nach dem Zieleinlauf. Zusaetzlich Abschluss-buffet.

9. ERLEBNISWERT
In mehrfachem Sinne ueberragend !
Ich bin nachhaltig begeistert und bete, dass Sponsoren wie Organisatoren dabei bleiben und es eine zweite Auflage geben wird.
Die Kombination aus professioneller, laeufergerechter Organisation (kein Wunder, einer der franzoesischen 'directeurs' ist sogar selbst erfolgreich mitgelaufen), faszinierender Landschaften, herausfordernder und abwechslungsreicher Streckenfuehrung, die verteilten Erinnerungsstuecke (vorab Qualitaets-T-Shirt fuer alle -in 2005 sogar Funktionsshirt-, dazu in Courmayeur Finisher-T-Shirt, bzw. in Champex (nur 2003) und Chamonix Finisher-Rucksack von Northface), und nicht zuletzt der Stolz der allermeisten Teilnehmer, etwas besonderes gemeistert zu haben, egal ob das Ziel Courmayeur, Champex, oder Chamonix war ...
sorgen sicher noch lange fuer Gespraechsstoff

10. FAZIT
Bitte bitte nochmal, aber dann als Trockenvariante, denn DEINE Leistung, Petrus, war boden-los unverschaemt.
Und wer weiss, in 5 Jahren ist der TMB vielleicht schon ein Alpen-Klassiker wie Jungfraumarathon, Defi, K78 oder Biel.
Ich wuensche es allen Beteiligten ... und noch zu Beteiligenden;-)

alors, merci !
et, a la prochaine !

UTMB Mont Blanc homepage


[all pics copyright@shakal ryan alias windshopper alias weitmeister]

TMB Aiguilles/Nadeln
TMB Aiguilles/Nadeln
Wolken im Fels ueber den Wolken
Wolken im Fels ueber den Wolken
Chamonix und ein paar Nadeln mit Sonne vorher
Chamonix und ein paar Nadeln mit Sonne vorher
Touristen am Start
Touristen am Start
Sonnenaufgang ueber Chamonix
Sonnenaufgang ueber Chamonix
Les Drus schauen auch mal raus
Les Drus schauen auch mal raus
trockene Warnung
trockene Warnung
Nadeln frisch gezuckert
Nadeln frisch gezuckert
Akklimatisation auf dem Bishorn, hinten Weisshorn
Akklimatisation auf dem Bishorn, hinten Weisshorn
Chamonix als noch die Sonne schien
Chamonix als noch die Sonne schien